Modern, nachhaltig und am Puls der Mitglieder

Störer_Raumplattform_animiert_SVGVon A wie «attraktiv» bis Z wie «zeitgemäss» sollen die kirchlichen Angebote sein. So lautet eines der Ziele, das die Kirchenpflege in ihrer strategischen Planung festgeschrieben hat. Das siebenköpfige Gremium verabschiedete in einem strukturierten Prozess fünf Leitsätze, denen knapp zwei Dutzend Ziele zugeordnet sind.

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VIEL PLATZ FÜR FRÖHLICHES LEBEN


Ins alte Pfarrhaus in Alt-Wiedikon ist Leben eingezogen: In den luftigen Räumen ist neu das Stadtkloster zu Hause. Rituelle Tageszeitgebete sind fester Bestandteil des klösterlichen Lebens – doch auch für Heiterkeit ist viel Platz.

Tobias Adam, Janique Behmann, Werner Stahel (v.l.) © Edita Truninger Stadtkloster © Edita Truninger Stadtkloster © Edita Truninger Stadtkloster © zVg, Tobias Adam

Der gelbe Anstrich des charmanten Hauses in Alt-Wiedikon leuchtet einladend, die Palme im Vorgarten unterstreicht das Gefühl, plötzlich im Süden zu sein. Im Innern: Luftige Räume, ein knarrender Holzboden – und sehr viel Platz. Das ehemalige Pfarrhaus im Kirchenkreis drei ist die neue Heimat der Stadtkloster-Wohngemeinschaft, die eben vom Bullingerzentrum an die Wiedingstrasse 3 gezogen ist. «Wir haben keine Räume zu vermieten, sondern wir suchen Menschen», sagt der 23-jährige Theologiestudent Tobias Adam. Er bildet gemeinsam mit der 43-jährigen Janique Behmann und dem 73-jährigen Werner Stahel den inneren Kern der klösterlichen Gemeinschaft, die hier gerade neu entsteht. Gesucht werden Menschen mit Interesse an einer Wohnform, der eine tiefe Spiritualität zugrunde liegt.

Im geräumigen Wohnbereich fällt ein Stuhlkreis auf, mittig ist das Bild einer Ikone platziert. Hier feiern die WG-Mitglieder mehrmals in der Woche ökumenische Tageszeitgebete: Um sieben Uhr morgens Laudes, um 19 Uhr Vesper. Zweimal die Woche finden die Gebete im benachbarten Bethaus statt – dann ist auch die Stadtbevölkerung herzlich dazu eingeladen. In der Woche vor Pfingsten werden diese Gebete sogar täglich gefeiert – anschliessend trifft man sich zum Zmorge und Suppenznacht. Das Stadtkloster ist als Verein organisiert; dieser setzt sich aus rund dreissig Aktivmitgliedern, vierzig Passivmitgliedern und 400 Sympathisant:innen zusammen. Viele von ihnen finden regelmässig den Weg in die urban-klösterliche Umgebung.

Ort der Einkehr

«Die Nachfrage nach Einkehrmomenten mitten in der Stadt entspricht einem grossen Bedürfnis», sagt Kathrin Rehmat, Pfarrerin in der Predigerkirche im Kirchenkreis eins. Sie übernimmt ab 1. Juli in einem kleinen Zusatzpensum die Aufgabe, das Stadtkloster theologisch zu stärken. In eine Art Mentoring unterstützt sie Tobias Adam im Aufbau von klösterlichen Strukturen vor Ort.

Keine urbanen Mönche und Nonnen

«Was unseren Lebensentwurf von einem klösterlichen Leben im uralten Sinn unterscheidet ist die Tatsache, dass wir uns nicht zu 100% dem Glauben widmen können», so Tobias Adam. Alle WG-Bewohner:innen habe auch noch ein Leben ausserhalb. «Es ist mehr ein Ja dazu, gemeinsam unterwegs zu sein», ergänzt Kathrin Rehmat. Sie selbst hat lange in Biel gewirkt und dort viel Erfahrung mit spirituellen Wohngemeinschaften gesammelt. Sie nennt das Stadtkloster ein «reformiertes Stadtkloster mit spiritueller Offenheit.» Wie ein klösterliches Leben in einer urbanen Umgebung genau aussieht, sei auch immer abhängig von den Bewohner:innen und ihren Vorstellungen von Spiritualität. Laut Rehmat gibt es in fast allen grösseren Städten solche Wohnexperimente. Als Beispiel führt sie das Schweigegebot während der Mahlzeiten an, das sie bei einem Kurzaufenthalt bei anglikanischen Nonnen in New York erleben durfte. Schweigend und doch in Gemeinschaft zu essen, habe ihr sehr gefallen. «Klösterlich zu leben hat ganz viel mit Achtsamkeit zu tun. Doch die Regeln müssen diejenigen bestimmen, die miteinander leben.»

Dass im gemeinsamen Schweigen eine grosse Kraft liegt, findet auch Janique Behmann. Sie hat schon am alten Standort in der Stadtkloster-WG gewohnt und freut sich über die bereits etablierten Strukturen – ist aber auch offen für neue Ansätze. Auch werde immer ein Gästezimmer für Kurzzeitaufenthalter bereitgehalten. «Wir wünschen uns eine Gemeinschaft, die trägt», so Janique Behmann weiter, «auch in schwierigen Lebenssituationen». Als Langzeitgast lebt deshalb eine Frau aus Indien mit ihrem Sohn im Stadtkloster – die beiden warten auf den Abschluss ihres Asylverfahrens. Fast täglich wabert deshalb zurzeit der würzige Duft von indischem Curry durch das Pfarrhaus mit seiner 140-jährigen Geschichte. Die Stimmung ist heiter, gelacht wird viel – im Keller steht sogar ein Tischfussballkasten. Auch Kathrin Rehmat sagt: «Im Stadtkloster gibt es ganz viel Platz für fröhliches Leben.»




Die Stadtkloster-WG lädt die Stadtbevölkerung herzlich ein, an den Gebeten teilzunehmen oder sie am Tag der Offenen Tür vom 28. Mai 2022 zu besuchen.

Interessiert an einem Zimmer in der Stadtkloster-WG? Es gibt noch freie Plätze. Alle Infos dazu finden Sie auf www.stadtkloster-wg.ch.



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