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Reformiertsein heisst, den Geist der Offenheit atmen - unsere Anlässe sind offen für alle.


Gedanken zur Auffahrt, Himmelfahrt

 

Im Alten Testament gibt es eine Erzählung über eine Himmelfahrt, nämlich die Himmelfahrt von Elija. Als Elischa (der Nachfolger des Propheten Elija) „...weitergingen, im Gespräch, sieh, plötzlich waren da ein Wagen aus Feuer und Pferde aus Feuer... Und im Sturmwind fuhr Elija in den Himmel auf, während Elischa zusah und schrie: Mein Vater, mein Vater!”

Kleine Kinder staunen noch, wenn sie diese Geschichte hören, kritische Jugendliche stellen fest, dass es gar nicht sein kann, denn ein Wagen aus Feuer und Pferde aus Feuer würden bedeuten, dass sie während der Fahrt alle verbrannt sind. Wenn wir uns nicht in das Bild hineindenken können, dann verstehen wir es nicht. Aber dann verstehen wir nicht nur die Bibel nicht, sondern auch die Literatur, Musik und Kunst nicht.
Schon unsere alltägliche Kommunikation wäre gestört, wenn wir nicht differenzieren könnten zwischen Wörtern und ihrer Bedeutung.
Mein Magen brennt... – wenn jemand bei diesem Satz die Feuerwehr ruft, hat er ein Problem.
Oder wenn ein Verliebter sagt „Ich hole dir die Sterne vom Himmel...”, dann meint er nicht, dass er Astronaut werden möchte.

Kurzum wenn es heisst, dass Elija mit einem Wagen aus Feuer und Pferden aus Feuer in den Himmel aufgefahren wurde, so bedeutet es, dass dieser in der Geschichte Israels ein so wichtiger Prophet, der an einer entscheidenden Stelle für religiöse Klarheit und dadurch für das Bestehen der jüdischen Religion auf eine Weise sorgte, wie sonst keiner, dass so ein Prophet schon jetzt bei Gott ist, er hat eine ganz besondere Stellung. Er war nicht einfach sehr gut und deswegen bauen wir für ihn ein Museum, sondern er war eine religiöse Lichtgestalt und deswegen ist er bei Gott.
Auch in anderen Religionen gibt es übrigens Himmelfahrten, es ist keine Erfindung der jüdisch – christlichen Tradition.

Und das gleiche gilt für Jesus.
In der Bibel ist der Himmel der Ort, der für Gott vorbehalten ist. Ein Ort, der den qualitativen Unterschied zur Erde bezeichnen soll.

 

Deswegen sagt Jesus z.B.: „Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht nachgraben uns stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.”
(Mt 6, 19 – 21)

 

Uns ist das Himmelreich verheissen. Nicht weniger. Wir sollen nur nicht verloren gehen im Glauben, dass diese Erde, diese Welt unserem Leben letzten Sinn geben. Unser Leben, so auch der eigentliche Sinn unseres Lebens wird uns von Gott geschenkt. Vom Himmel.
Wie sollen wir diese Botschaft sonst ausdrücken? Alle anderen Formulierungen sind viel zu schwach und phantasielos im Vergleich dazu. Alle menschlichen Worte, egal wie überlegt und richtig sie auch seien, kommen nicht annähernd an diese Botschaft heran, haben nicht die Kraft wie diese Botschaft. Ja, die himmlische Botschaft, für die Jesus sein Leben gegeben hat, kommt aus dem Himmel selbst. „Von Gott kommt diese Kunde...” – heisst es in einem Lied. Und dorthin gehört Jesus. Der Tod hat keine Macht über ihn, deswegen ist er am dritten Tage von Gott auferweckt worden und aufgefahren in den Himmel. Nicht der Tod, nicht das Grab, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, nichts kann uns trennen von ihm. Wenn du diese Botschaft vernimmst, bist du schon hier und jetzt mit Christus in den Himmel gefahren und bist noch heute zusammen mit ihm im Paradies.

 

Gesegnete Auffahrt!

Mit herzlichen Grüssen


Pfr. Josef Fuisz

 

 

Auffahrt Elias

Elias Himmelfahrt (Giovanni Piazzetta; 18. Jh.)

 


 

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Kirche Letten mit Pfr. Samuel Zahn
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