Christliche Begriffe für Sie erklärt

FASTEN UND FASNACHT


«Fasten your seatbelts» – so kennen wir es wahrscheinlich alle vom Flugzeug. Das englische «to fasten» lässt den ursprünglichen Sinn des deutschen Wortes «fasten» noch erkennen: festmachen, Halt gewinnen. Die Fastenzeit, die für katholische Christen mit dem Aschermittwoch beginnt, möchte eine Zeit sein, in der wir Halt gewinnen und uns neu ausrichten nach dem, was wirklich wichtig ist zum Leben. 40 Tage stehen dafür zur Verfügung: so lange war Jesus in der Wüste am Fasten und Beten, bevor er sein öffentliches Wirken begann. Eine Auszeit. Auch uns tut es gut, in der Routine oder auch in der Hektik des Alltags einzuhalten und eine Auszeit einzulegen. Das Angebot der Fastenzeit ist daher auch heute noch aktuell, vielleicht mehr als je. Der Verzicht auf manches, was wir sonst selbstverständlich tun, hilft dabei.

Interessanterweise geht der Fastenzeit, die früher rigoros gehandhabt wurde, eine geradezu diametral entgegengesetzte Zeit voraus: die Fasnacht. Zeiten ausgelassener Lebensfreude gibt und gab es in allen Kulturen. Dass im Christen­tum die Fasnacht mit der Fastenzeit unmittelbar zusammenhängt, hat einen sehr einfachen Grund: Kühlschränke gab es früher nicht, daher galt es vor der Zeit des Fastens, Vorräte an Fleisch, Fett (Fasnachtschüechli) oder Alkohol aufzubrauchen. Also gut biblisch: «Alles hat seine Zeit!», das Fasten und das Festen.

Pfr. Martin Burkart, Bruder Klaus

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ORTHODOX


Das Wort «orthodox» kommt aus dem Griechischen und heisst «rechtgläubig». Oft wird es aber im Sinne von «rückwärtsgewandt» oder «veraltet» verwendet.